NET 6-7/2025

45 www.net-im-web.de 06-07/25 Glasfaser-Inhausnetze – Marktanalyse 2025 Mio. ZFH undMFHmit insgesamt 30,5 Mio.WE Inhaus-Netze erforderlich. Diese Netze sind umso komplexer, je größer die Anzahl der WE pro WG ist. FTTB- und FTTH-Versorgung Für die Glasfaseranschlüsse der Wett - bewerber wurde die genaue Aufteilung auf die Wohngebäude abgefragt, für die Telekom liegen diese Daten nicht vor. Die 2,2Mio. FTTB-Anschlüsse befinden sich zum Großteil in MFH (Bild 4). 1,0 Mio. Anschlüsse liegen in sehr großen MFH mit 13 und mehr WE (= 45,5 %), 0,5 Mio. Anschlüsse liegen in großen MFH mit 7–12 WE (= 22,7 %) und nur 0,1 Mio. Anschlüsse liegen in kleinen MFH mit 3–6 WE (=4,5 %). Mit 0,6Mio. FTTB-Anschlüssen fallen relativ viele in die Kategorie „Sons - tiges“ (= 27,3%). In diese Kategorie fallen WE in unbekannten Gebäudetypen, in Gewerbegebäuden mitWE, in Gebäuden mit unbekannter Anzahl an WE und in Gebäuden, die die Netzbetreiber nach an - deren Klassifizierungen als das statistische Bundesamt dokumentiert haben. Keine FTTB-Anschlüsse sind hingegen in ZFH zu finden – diese wurden offensichtlich konsequent mit FTTH ausgebaut. Bei den 3,9 Mio FTTH-Anschlüssen der Wettbewerber sieht die Versorgungssi - tuation gegensätzlich aus (Bild 5). Der Großteil der Anschlüsse befindet sich in EFH und ZFH und deutlich weniger in MFH. 2,2 Mio. Anschlüsse liegen in EFH (56,4 %) und 0,6 Mio. Anschlüsse in ZFH (15,4 %). Während in den kleinen MFH mit 3-6 WE immerhin noch 0,4 Mio. FTTH-Anschlüsse zu finden sind (10,3 %), sind es in der Kategorie der großen und sehr großenMFHnur noch jeweils 0,2 Mio. Anschlüsse (5,1 %). Die Zahlen zei - gen deutlich, dass dieWettbewerber große und sehr große MFH unterdurchschnitt - lich häufig anschließen, da weder die Zahl der FTTH-Anschlüsse besonders groß ist noch die Zahl der FTTB-Anschlüsse deutlich wächst. Diese Zurückhaltung liegt unter anderem daran, dass WE in diesen MFH meist mit gigabitfähigen Hybrid Fiber Coax (HFC)-anschlüssen versorgt sind, mit denen demnächst sogar Down-Link-Bandbreiten von 2 Gbit/s und Uplink-Bandbreiten von 0,5 Gbit/s möglich sein werden. Der Blick auf die Versorgungssi - tutation in allen MFH (inkl. ZFH) zeigt, dass von den 30,5 Mio. in diesen Ge - bäuden enthaltenen WE bis Ende 2025 erst 17 % (5,2 Mio.) einen Glasfaser - anschluss besitzen (Bild 6). Während die Wettbewerbsunternehmen 3,9 Mio. WE versorgen, sind es bei derTelekom nur 1,3 Mio. Anschlüsse. Die beidenHauptgründe für die Unterlassung des Inhaus-Glasfa - serausbaus in der NE-4 in MFH ist der Wunsch des Gebäudeeigentümers nach späterem Ausbau, um diesen mit ande - ren geplanten Ausbau-, Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten koordinieren zu können (77,0 %), und die Verfügbarkeit von Bauunternehmen (63,5 %). Weite - re Gründe wie schwierige Bausubstanz, rechtliche Schwierigkeiten (zum Beispiel Denkmalschutz) oder unklare Finanzie - rung wurden in weniger als einemViertel der Fälle genannt. DieVersorgungssitutationbei den EFH sieht deutlich besser aus – von den 13,3 Mio. EFH werden bis Ende 2025 immerhin bereits 35,3% (4,7Mio.) einen Glasfaseranschluss besitzen. Während die Wettbewerbsunternehmen 2,2Mio. EFH Bild 3: Verteilung der Gebäude nach Eigentümergruppen - MFH überwiegend im Besitz von Genossenschaften, Kommunen und Privat-Unternehmen. (Exploration für Ende 2025, Quelle: GdW, Statistisches Bundesamt, DIALOG CONSULT-Analysen)

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