01-02/2026 Netzwerke Security Kommunikation Smart Technology Datensynchrone Netzwerkstrukturen Präzises Netzwerk-Timing für maximale Sicherheit High-Speed-Netzausbau KI-Agenten machen hohe Einsparungen möglich IT Zeitschriften GbR, Friederike-Fliedner-Weg 34a, 40489 Düsseldorf Kosten, Zeit und Nerven sparen Lifecycle-Service für mobile Endgeräte KRITIS-Dachgesetz beschlossen Handlungsbedarf für Betreiber kritischer Infrastrukturen
4 www.net-im-web.de Inhalt Kommunikationsmanagement Die Herausforderungen des TK-Marktes sind klar erkennbar: Seit Jahren ist kaum Wachstum zu verzeichnen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen unter erheblichem Wettbewerbs- und Kostendruck, was ihre strategische Handlungsfähigkeit einschränkt. Zudem wird eine Konsolidierung des Marktes erwartet. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Innovationsfähigkeit der Unternehmen weiter an Bedeutung. Seite 10 TK und Daten Smartphones, Tablets und Zubehör sind Schlüssel zur digitalen Arbeitswelt. Umso erstaunlicher ist, wie viele Unternehmen deren Management sowohl im Hinblick auf den Umgang mit den Endgeräten als auch mit der Rechnungsbearbeitung noch immer dem Zufall überlassen. Vielen Organisationen fehlt ein durchdachtes Konzept über den gesamten Lebenszyklus des Mobilfunks hinweg. Die Konsequenz: überlastete IT-Abteilungen, Sicherheitslücken, ineffi- ziente Abläufe und häufig unterschätzte Kosten. Die esp group begegnet dieser Herausforderung mit einem ganzheitlichen Servicemodell, das Hardware nicht einfach verkauft, sondern von Anfang bis Ende betreut und aus dem Rechnungsprozess ein Steuerungsinstrument macht, das vorausschauendes Handeln ermöglicht. Unter dem Namen „liam – Lifecycle Asset Management“ bietet das Unternehmen einen Service, der die Grenzen zwischen Beschaffung, IT-Integration und Rücknahme als umfassende Dienstleistung aufhebt. Seite 24 Netze Die Telekommunikationslandschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. Glasfaserbasierte Netzinfrastrukturen bilden das Rückgrat kritischer digitaler Dienste, in denen präzise Zeit-, Frequenz- und Phasensynchronisation eine zentrale Rolle spielt. Anwendungen in Mobilfunknetzen der fünften Generation sowie in zeitkritischen industriellen Kommunikationssystemen stellen Anforderungen an die Synchronisationsqualität. Seite 34 Netzbetreiber und -dienste Mit der europäischen NIS2-Richtlinie gewinnt Cybersicherheit eine neue strategische Bedeutung für Unternehmen. Diese sind künftig verpflichtet, angemessene organisatorische und technische Maßnahmen zur IT- und Informationssicherheit umzusetzen und deren Wirksamkeit nachvollziehbar zu dokumentieren. Für viele Betriebe stellt sich dabei weniger die Frage nach dem Ob, sondern nach dem Wie einer praktikablen Umsetzung. Seite 42 01-02/2026 Netzwerke Security Kommunikation Smart Technology Datensynchrone Netzwerkstrukturen Präzises Netzwerk-Timing für maximale Sicherheit High-Speed-Netzausbau KI-Agenten machen hohe Einsparungen möglich IT Zeitschriften GbR, Friederike-Fliedner-Weg 34a, 40489 Düsseldorf Kosten, Zeit und Nerven sparen Lifecycle-Service für mobile Endgeräte KRITIS-Dachgesetz beschlossen Handlungsbedarf für Betreiber kritischer Infrastrukturen (Titelbild: Skrabaanthony, Pexels) (Foto: Controlware) Kritische Kommunikation Zu Beginn des Jahres 2026 dürfen wir feststellen: Die Bundesregierung und weite Teile der Bevölkerung haben begriffen, dass Sicherheit ein Wert an sich ist. Und um Werte zu verteidigen, muss massiv investiert werden. Denn Sicherheit und Resilienz gibt es nicht zum Nulltarif. Die Bundeshaushalte 2025 und 2026 schaffen eine gute Ausgangsbasis zur Stärkung der staatlichen Resilienz. Diese ist ein notwendiger Pfeiler unseres wirtschaftlichen und demokratischen Zusammenlebens. Seite 16 (Foto: nis2-conform.eu) 01-02/26 (Foto: Malin Kalwa) (Foto: 8385, Pixabay)
01-02/26 Prof.Dr. Sinemus ist Schirmherrin der fiberdays26 Die fiberdays 26, Deutschlands Leitmesse rund um Digitalisierung, digitale Infrastruktur und Glasfaserausbau, stehen am 25. und 26. März 2026 in der Messe Frankfurt unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation. Sinemus betont: „Glasfaser ist das Fundament für Innovation, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Teilhabe. Sie ist die Voraussetzung für digitale Anwendungen, die Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen voranbringen. Als eines der digitalen Kraftzentren Europas zeigt Hessen, wie entscheidend das Zusammenspiel leistungsfähiger Netze, mo- derner Rechenzentren und digitaler Dienste für unsere digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit ist. Die fiberdays bringen auch 2026 die zentralen Akteurinnen und Akteure in Frankfurt zusammen, um den Ausbau und Betrieb digitaler Infrastrukturen gemeinsam resilient, nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten.“ Darüber hinaus übernimmt die Medienanstalt Hessen die Schirmherrschaft für die media hall 26, den TV- und Medien- kongress im Rahmen der fiberdays. Die media hall ist zentraler Treffpunkt, Impulsgeber und Lösungsanbieter für TV-Experten, Medienschaffende und die Vermarktung von Glasfasernetzen. Als Leitkongress für TV-Produktmanagement, Vermarktung von TV-Produkten und FAST Channels bietet die media hall im Rahmen der fiberdays seit 2022 Experten ein Forum für Austausch, Best Practices und zukunftsweisende Ideen. www.fiberdays.de www.net-im-web.de 9 TRENDS & FAKTEN Bund erwirbt 25,1% an der TenneT Germany Die KfW hat am 3. Februar im Auftrag der Bundesregierung den Vertrag zum Erwerb eines Anteils von 25,1% an der TenneT Germany von der niederländischen TenneT Holding unterzeichnet. Mit über 14.000 Trassenkilometern betreibt TenneT Germany das größte deutsche Strom-Übertragungsnetz. Mit dieser Minderheitsbeteiligung wird der Bund gemäß seiner Anteile Einflussmöglichkeiten auf die TenneT Germany erhalten. Neben Mitbestimmungsrechten in Bezug auf die Ge- schäftsführung und den Geschäftsplan des Unternehmens kann der Bund beispielsweise stimmberechtigte Vertreter in das Gesellschafter- und Aufsichtsgremium entsenden. „Für das Erreichen der energiepolitischen Ziele ist der bedarfsgerechte Ausbau der Stromnetze erforderlich. Der Einstieg des Bundes bei Tennet trägt dazu bei, den milliardenschweren Kapitalbedarf in den kommenden Jahren abzusichern. Mit dieser Investition in die Infrastruktur der Zukunft stärken wir den Standort Deutschland”, so Bundesmi- nisterin Katherina Reiche. „Diese Beteiligung ist ein Meilenstein für Versorgungssicherheit und Resilienz der deutschen und europäischen Energieinfrastruktur. Mit unserer Beteiligung im Auftrag des Bundes und gemeinsam mit drei weiteren institutionellen Investoren leisten wir einen wichtigen Beitrag für langfristige Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum. Das Volumen der Transaktion unterstreicht die Attraktivität Deutschlands als Wirtschafts- und Investitionsstandort und zeigt, wie staatliches und institutionelles Kapital verantwortungsvoll zusammenwirkt. Wir freuen uns, den Bund bei diesem wichtigen Vorhaben mit unserer Expertise zu unterstützen“, ergänzt KfW-Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte bereits in seiner Sitzung am 16. Januar die entsprechenden Haushaltsmittel entsperrt und so den Weg für die Unterzeichnung freigemacht. Der Bund sichert dabei durch eine Risikoübernahme den Anteilserwerb durch die KfW und die zugesagten Kapitaleinlagen ab, ohne dass dafür Mittel aus dem Bundeshaushalt abfließen. Die Refinanzierungs- und Verwaltungskosten der KfW dagegen werden aus dem Bundeshaushalt getragen. Die Angemessenheit des Kaufpreises wurde unter anderem durch die Einholung zweier sogenannter Fairness Opinions geprüft. Die Wirtschaftlichkeit der Beteiligung wurde zudem durch ein entsprechendes Gutachten bestätigt. Wie bei Unternehmensbeteiligungen üblich müssen nun noch regulatorische Genehmigungen eingeholt werden, um den Erwerb der TenneT Germany Anteile vollziehen zu können. Mit diesem Schritt wird derzeit spätestens im dritten Quartal 2026 gerechnet. www.bundeswirtschaftsministerium.de Controlware startet IT-Security Roadshow Controlware ist im März mit der „Controlware IT-Security Roadshow 2026“ auf Tour – in München (03.03.), Gelsenkirchen (05.03.), Berlin (10.03.), Frankfurt (17.03.) und Stuttgart (18.03.). Der IT-Dienstleister und Managed Service Provider informiert gemeinsam mit Partnern über die neuesten Security-Trends sowie über zeitgemäße und effektive Sicherheitsstrategien. Mit dabei sind die Controlware Partner Check Point, Cisco, Fortinet, genua, Infoblox, OPSWAT, Palo Alto Networks, SentinelOne, Tenable und Zscaler, die in der begleitenden Partner-Ausstellung über ihre Lösungen informieren und den Teilnehmern für individuelle Fragen zur Verfügung stehen. Highlight der fünf Veranstaltungen ist die Keynote des KI-Forschers Prof. Dr. Peter Buxmann von der Technischen Universität Darmstadt, der anschaulich aufzeigt, wie Künstliche Intelligenz Wirtschaft und Arbeitswelt transformiert. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. www.controlware.de/termine
10 www.net-im-web.de 01-02/26 KOMMUNIKATIONSMANAGEMENT Prof. Dr. Jens Böcker lehrt Wirtschaftswissenschaften, ist Leiter des Masterstudiengangs Marketing M.Sc. an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Sabine Zimmermann ist seit vielen Jahren mit der ITK-Branche verbunden und schreibt auch selbstständig Artikel Sabine Zimmermann, Prof. Dr. Jens Böcker Am 3. Dezember 2025 fand der Telecommunications Executive Circle (TEC) zum 80. Mal statt. Gastgeber war Vodafone, der die Veranstaltung in der eigenen „Sky Lounge“ über den Dächern von Düsseldorf ausrichtete. Zum Jahresende richtete sich der Blick des Podiums auf die Perspektiven des kommenden Jahres und die zentralen Wachstumstreiber der Telekommunikationsbranche. Innovation und Disruption bildeten dabei die thematischen Schwerpunkte. Innovation oder Disruption Digitale Absicherung kontra Privatsphäre Dr. Marcus Hacke (Director Marketing & Products bei Vodafone) beleuchtete fundiert Marktmechanismen, technologische Entwicklungen und strategische Handlungsoptionen für die Telekommunikationsindustrie. Der Diskurs spannte einen Bogen von praktischen Erfahrungen über Analystenprognosen bis hin zu konkreten strategischen Ansätzen von Vodafone. Insbesondere die Bedeutung von Netzinfrastruktur und Künstlicher Intelligenz (KI) als zentrale Wachstumstreiber wurde im Gespräch mit Prof. Dr. Jens Böcker, Initiator und Gastgeber der TEC, intensiv diskutiert. Ausgangslage Die Herausforderungen des Telekommunikationsmarktes sind klar erkennbar: Seit Jahren ist kaum Wachstum zu verzeichnen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen unter erheblichem Wettbewerbs- und Kostendruck, was ihre strategische Handlungsfähigkeit einschränkt. Zudem wird eine Konsolidierung des Marktes erwartet. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Innovationsfähigkeit der Unternehmen weiter an Bedeutung. Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven. Zentrale Innovationsimpulse sowie nachhaltige Erfolge neuer Geschäftsmodelle sind insbesondere durch den Einsatz von KI zu erwarten. Dies betrifft sowohl die Telekommunikationsbranche selbst – etwa durch Verbesserungen in der Netzsteuerung oder der Customer Experience – als auch die Geschäftsmodelle der Unternehmenskunden. KI ermöglicht eine präzisere Steuerung von Telekommunikationsnetzen, insbesondere im Routing, in der gezielten Verteilung und Priorisierung Auf dem 80. Telecommunications Executive Circle standen die Herausforderungen des Telekommunikationsmarktes sowie der Wettbewerbs- und Kostendruck auf die beteiligten Unternehmen im Mittelpunkt (Fotos: Malin Kalwa)
11 www.net-im-web.de 01-02/26 Innovation oder Disruption von Workloads. Automatisierung und datengetriebene Optimierung entwickeln sich damit zunehmend zum Standard. Wo Innovation zu erwarten ist Innovationsdynamik ist vor allem im Geschäftskundensegment zu beobachten. Unternehmen stellen höhere Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit, Flexibilität und insbesondere an Service-Qualität in Form von Service Level Agreements (SLAs). Dadurch wird das Geschäftskundensegment zum zentralen Innovationstreiber und eröffnet Telekommunikationsanbietern die Möglichkeit, diesen Bedarf mit differenzierten Angeboten zu adressieren. Darüber hinaus lassen sich KI-basierte Innovationen innerhalb der Branche identifizieren. So bietet etwa Agentic AI ein erhebliches Potenzial, indem „selbstheilende Mechanismen“ in Netzen etabliert werden können, die sowohl für das Netzmanagement als auch für das Störungsmanagement relevant sind. Innovation führt häufig zu Anpassungen der Preisstrukturen. Allerdings gelingt es Telekommunikationsunternehmen nur selten, Produktverbesserungen unmittelbar in höhere Preise zu überführen. Der intensive Wettbewerb erschwert die Monetarisierung von Innovationen erheblich. Diese Situation wirkt investitionshemmend und verlangsamt die Einführung neuer Technologien. Im IT-Markt zeigt sich demgegenüber ein anderes Bild, da dort Innovationen häufig zeitgleich mit Preisanpassungen realisiert werden können. Einfluss auf Netzstrukturen durch KI Dr. Hacke betonte, dass neue Anwendungsfelder wie Artificial Reality oder Echtzeitübersetzungen deutlich höhere Anforderungen an Netzqualität und netzbasierte Services stellen werden. Insbesondere KI-Inferenzanfragen erzeugen hohe Workloads, die neue Lastspitzen verursachen können. Zudem führen KIAgenten durch den Austausch zahlreicher Statusinformationen zu einem kontinuierlichen Strom vieler kleiner Datenpakete über die Netze. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Netzbetreiber diese veränderten Anforderungen architektonisch abbilden können. Das veränderte Verkehrsverhalten äußert sich insbesondere durch: • eine grundsätzlich höhere Netzauslastung, • das vermehrte Auftreten teilweise nicht vorhersehbarer Peak-TrafficSituationen, • steigende Anforderungen an EdgeInfrastrukturen. Aus Kundensicht deutet sich damit ein Paradigmenwechsel an. Quality of Service (QoS), geringe Latenzen und Betriebsstabilität gewinnen gegenüber dem lange dominierenden Kriterium der hohen Bandbreite an Bedeutung. „Netze sind die Nervensysteme von Unternehmen. Man kann viel über das Wachstum von IT sprechen – wenn jedoch keine stabilen Netze verfügbar sind, um etwa auf Server und Daten zugreifen zu können, funktionieren Geschäftsprozesse nicht“, stellte Dr. Hacke heraus. Die Sicherstellung von Infrastruktur, Bandbreite, QoS und Stabilität ist damit eine grundlegende Voraussetzung für digitale Geschäftsmodelle – heute wie künftig. Verlässlichkeit der TK-Infrastruktur In hybriden IT-Architekturen gewinnen Resilienz, Sicherheit und Souveränität weiter an Relevanz. Unternehmen benötigen klare Klassifizierungsmodelle für Daten und Workloads, um Schutzmaßnahmen abhängig von der Kritikalität der Anwendungen flexibel gestalten zu können. Dies erfordert eine neue Form der Flexibilität im Umgang mit Datensicherheit, den zugehörigen Technologien und Infrastrukturen. Angesichts steigender Cyber-Security-Anforderungen werden dynamischere Netzmodelle mit hohem Sicherheitsniveau zunehmend nachgefragt. Digitale Infrastrukturen bilden die Basis für Daten-, Betriebs- und Technologiesouveränität. Telekommunikationsanbieter verfügen aufgrund ihrer Infrastruktur über eine gute Ausgangsposition, dieses Thema gegenüber Geschäftskunden glaubwürdig zu Die Ausführungen der Referenten stießen auch dieses Mal auf große Resonanz. Hierzu gehörte unter anderem die Frage, wie Netzbetreiber die veränderten Anforderungen architektonisch abbilden können und welche Auswirkungen der KI-Einsatz mit sich bringt
12 www.net-im-web.de 01-02/26 Innovation oder Disruption adressieren. Dr. Hacke wies jedoch darauf hin, dass zwischen einem hohen Anspruch an Souveränität und der Wirtschaftlichkeit bei der Umsetzung Zielkonflikte bestehen können. Dieser Zielkonflikt lasse sich mit einem „Schieberegler“ vergleichen, bei dem Kosten und Sicherheitsniveau gegeneinander abgewogen werden müssen. Höhere Schutzgrade erhöhen die Kosten und begrenzen Skalierungsmöglichkeiten. Entscheidend ist daher ein angemessener, unternehmensindividueller Kompromiss. Kooperationen zwischen TK und IT Für eine erfolgreiche Bearbeitung des Geschäftskundensegments gewinnen Kooperationen zunehmend an Bedeutung. Dies erfordert entweder die Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten oder den gezielten Ausbau der eigenen Wertschöpfungskette. Vodafone hat diesen Weg unter anderem durch die Akquisition des Cloud- und Security-Anbieters Skaylink eingeschlagen. Bei Geschäftskunden zeichnet sich eine funktionale Arbeitsteilung ab: Kritische Anwendungen werden verstärkt bei Telekommunikationsanbietern betrieben, während weniger kritische Workloads häufig bei Hyperscalern in deren Cloud- und Rechenzentrumsinfrastrukturen liegen. Damit rückt eine differenzierte Betrachtung von Souveränität im Kontext der Sicherheit in den Vordergrund. Drei Dimensionen lassen sich unterscheiden: 1. Daten-, Betriebs- und Technologiesouveränität: Speicherorte, Verschlüsselung und Betriebsmodelle, 2. Zugriffssouveränität: Regelungen zum Daten- und Administrationszugriff, 3. Technologische Herkunft: Einsatz von Technologien aus unterschiedlichen geopolitischen Räumen oder aus Open-Source-Ökosystemen. Es wurde deutlich, dass eine absolute Souveränität nicht existiert. Hyperscaler bieten hohe Innovationsgeschwindigkeit, Skalierbarkeit und attraktive Leistungsportfolios, weshalb ihre Cloudangebote von vielen Unternehmen genutzt werden. Gleichzeitig erfordert dies aus Sicht der Geschäftskunden eine sorgfältige Risikoabwägung hinsichtlich des Umfangs der Nutzung. Vor diesem Hintergrund gewinnen sowohl die Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsunternehmen und Hyperscalern als auch eine klare Differenzierung der jeweiligen Produktportfolios weiter an Bedeutung. Fazit Die Zukunft der Telekommunikationsunternehmen entscheidet sich nicht ausschließlich an Bandbreite und Verfügbarkeit, sondern zunehmend an der Fähigkeit, Komplexität zu beherrschen und Vertrauen aufzubauen. Die Anbieter entwickeln sich zu integrierten Plattformakteuren, die Konnektivität, IT-Services, Cloud-Ökosysteme und Souveränitätsaspekte miteinander verbinden. Hybride Betriebsmodelle, strategische Partnerschaften mit Hyperscalern sowie gezielte Investitionen in Infrastruktur, Datenverarbeitung und neue Betriebsmodelle sind dabei keine Gegensätze, sondern zentrale Voraussetzungen für Skalierbarkeit und Kundenorientierung – insbesondere im Geschäftskundensegment. Zugleich wird die Glaubwürdigkeit der Telekommunikationsanbieter zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wer Sicherheit, Compliance und regionale Datenhoheit verlässlich gewährleisten und zugleich Transformationsaufwände begrenzen kann, erhöht die Akzeptanz bei Geschäftskunden. Akquisitionen und der Ausbau der Wertschöpfungstiefe stärken diese Position, sofern sie einen klaren Kundennutzen erzeugen. Die Monetarisierung bleibt jedoch eine zentrale Herausforderung. Die Stabilität von Telekommunikationsverbindungen ist erfolgskritisch, lässt sich aber nur begrenzt preislich differenzieren. Marktmechanismen dürften den Druck auf die Anbieter weiter erhöhen und die Konsolidierung beschleunigen. Umso wichtiger ist es, dass Telekommunikationsunternehmen jetzt investieren, klare strategische Profile entwickeln und Verantwortung übernehmen. Die Diskussion mit Dr. Marcus Hacke zeigte, dass die Branche hierzu bereit ist – und damit die Voraussetzung schafft, ihre Rolle als souveräner Enabler der digitalen Wirtschaft weiter auszubauen. Dr. Marcus Hacke, Director Marketing & Products bei Vodafone (links), und Prof. Dr. Jens Böcker (rechts) machten deutlich, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsunternehmen und Hyperscalern unumgänglich ist
16 www.net-im-web.de 01-02/26 KRITISCHE KOMMUNIKATION Bernhard Klinger Zu Beginn des Jahres 2026 dürfen wir feststellen: Die Bundesregierung und weite Teile der Bevölkerung haben begriffen, dass Sicherheit ein Wert an sich ist. Und um Werte zu verteidigen, muss massiv investiert werden. Denn Sicherheit und Resilienz gibt es nicht zum Nulltarif. Bernhard Klinger ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Professioneller Mobilfunk Deutschland investiert in Sicherheit und Resilienz Mehr Mittel für einsatzkritische Kommunikation Für die Zukunft der einsatzkritischen Kommunikation wurden im vergangenen Jahr entscheidende Weichen gestellt: Die Bundeshaushalte für die Jahre 2025 und 2026 enthalten eine massive Steigerung bei den Ausgaben für Militär, Polizei, Rettungskräfte, den gesamten Zivil- und Bevölkerungsschutz sowie für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Beispielsweise sind im Bundeshaushalt 2025 allein für die Themen Digitalfunk der BOS und den Erhalt bzw. Ausbau der Netze des Bundes knapp eine Milliarde Euro vorgesehen; im Bundeshaushalt 2026 sind es sogar 1,16 Milliarden Euro – mehr Mittel als jemals zuvor. Infolge der Lockerung der Schuldenbremse kann der Bund quasi unbegrenzt Geld für Katastrophenschutz und die zivile Sicherheit ausgeben und damit eine massive Welle notwendiger Investitionen anstoßen. Die Bundeshaushalte 2025 und 2026 schaffen somit eine gute Ausgangsbasis zur Stärkung der staatlichen Resilienz. Diese ist ein notwendiger Pfeiler unseres gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und demokratischen Zusammenlebens. Sie beginnt lange bevor ein Krisenstab einberufen wird. Dies gilt insbesondere für kritische Kommunikationslösungen, die unseren Sicherheitskräften und den relevanten Akteuren der Privatwirtschaft erlauben, Informationen jederzeit sicher, geschützt und priorisiert zu übertragen. Denn in einer modernen Welt gilt: Ohne sichere Kommunikation gibt es keine Sicherheit. Ohne verlässliche und hochverfügbare Kommunikationsnetze gibt es keine Resilienz. Und ohne Resilienz gibt es keinen souveränen und handlungsfähigen Staat. Resilienz entsteht durch Umsetzung, belastbare Mittel, klare Zuständigkeiten, Beschaffung und eine Änderung der Mindsets über alle Verantwortungsebenen hinweg. Einsatzkritische Kommunikation ist kein technisches Detail, sondern ein staatlicher Kernauftrag. Sie beschreibt die Fähigkeit, auch dann zu kommunizieren, Ohne sichere Kommunikation gibt es keine Sicherheit. Ohne verlässliche und hochverfügbare Kommunikationsnetze gibt es keine Resilienz. Und ohne Resilienz gibt es keinen souveränen und handlungsfähigen Staat (Foto: 8385, Pixabay)
17 www.net-im-web.de 01-02/26 Deutschland investiert in Sicherheit und Resilienz wenn alles andere nicht mehr funktioniert: bei Hochwasser, bei Stromausfall, bei Sabotage, bei Überlastung oder im Falle hybrider Bedrohungen. Einsatzkritische Kommunikation muss unabhängig von Marktlogik und wirtschaftlichen Interessen funktionieren – auch beim Ausfall öffentlicher Netze. Und sie bedarf der Stabilität gegen digitale und physische Angriffe. Ein souveräner Staat benötigt deshalb ein eigenbeherrschtes, langfristig finanziertes, dediziertes und hochverfügbares BOS-Breitbandnetz. Steigende Überlappung von Krisen Es gibt eine steigende Intensität einzelner Ereignisse und eine zunehmende Überlappung von Krisen: Eine durch einen Cyberangriff lahmgelegte Verwaltung ist nicht mehr in der Lage, angemessen auf ein Großschadensereignis zu reagieren. Diese gegenseitige Verstärkung offenbart immer häufiger die Schwachstellen staatlicher und gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit. Der daraus resultierende Vertrauensverlust in unsere staatlichen Strukturen wird von Akteuren genutzt, die unsere Gesellschaft, Wirtschaft und demokratisches politisches System infrage stellen oder gar bekämpfen. Verantwortung für Menschenleben Sicherheit, Resilienz und Verlässlichkeit sind keine abstrakten Begriffe mehr, sondern tägliche Realität für all jene, die Verantwortung für Menschenleben, kritische Infrastrukturen, Wirtschaftskraft sowie die Stabilität und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas tragen. Russland testet unsere Abwehrfähigkeit beinahe täglich: an der Ostflanke der NATO-Mitgliedsstaaten, in der Ostsee und an Flughäfen, auf militärischem Gelände sowie Industrieanlagen in ganz Deutschland. Zudem nehmen staatlich gesteuerte Cyberoperationen auf Energieversorger, Krankenhäuser, Leitstellen, Behörden oder Verkehrsnetze zu. Darüber hinaus haben globale Handelskonflikte Auswirkungen auf die heimische Produktion und Exporte, Lieferketten und Märkte. Hinzu kommen Großschadensereignisse wie etwa der flächendeckende Stromausfall in Spanien im Frühjahr 2025 oder jüngst – im Januar 2026 – der tagelange Stromausfall im Berliner Südwesten. Bei wetter- und klimabedingten Schäden sehen wir ebenfalls eine seit Jahren steigende Tendenz. Laut eines Naturkatastrophenberichts des Rückversicherers „Munich Re“ ist das erste Halbjahr 2025 global gesehen das Jahr mit der zweithöchsten Schadenssumme seit 1980. Der gesamtwirtschaftliche Schaden beträgt 131 Milliarden Euro. Auch für Deutschland prognostiziert die Versicherungswirtschaft für 2025 eine hohe Schadenssumme. Schutz wichtiger Frequenzen 5G-Campusnetze müssen als Instrument regionaler Resilienz gestärkt werden: für Kommunen, für Kritische Infrastrukturen, für die Industrie. Hier fehlen konkrete Investitionsanreize. Und es braucht sogenannte „nomadische“ Frequenzen, die es ermöglichen, 5G-Campusnetze für einen begrenzten Zeitraum und an spezifischen Orten einzurichten. Das betrifft sowohl Anwender im Bereich der Inneren Sicherheit im Fall einer Großschadenslage, aber auch die Wirtschaft – etwa auf Baustellen, in der Landwirtschaft oder auf Festivals. Daneben bedarf es eines langfristigen politischen Schutzes strategisch wichtiger Frequenzen für die kritische Kommunikation – insbesondere für Anwendungen in der Fläche. Zudem müssen die Sicherheitsanforderungen für Kritische Infrastrukturen so definiert werden, dass hochverfügbare Kommunikation nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist. Schließlich muss die Kommunikation zwischen den verantwortlichen Stellen – Bund, Länder und Kommunen – und die Kommunikation mit der Wirtschaft grundsätzlich verbessert werden. Im Hinblick auf die Umsetzbarkeit ist es unabdingbar, die Hersteller so früh wie möglich in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Ohne kritische Kommunikation würde unser Land stillstehen. Wenn sie funktioniert, fällt sie nicht auf. Doch wenn sie ausfällt, fehlt der entscheidende Faktor – für Leben, für Sicherheit, Versorgung und damit für das Funktionieren des Staates. Die Branche für kritische Kommunikation ist daher nicht nur ein technologisches Ökosystem – sie ist ein strategisch relevantes Ökosystem. Sie stärkt die Handlungsfähigkeit unseres Landes und steht für ein sicheres und resilientes Europa. www.pmev.de Bernhard Klinger Sicherheit, Resilienz und Verlässlichkeit sind tägliche Realität für alle, die Verantwortung für Menschenleben, kritische Infrastrukturen, Wirtschaftskraft sowie die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands tragen Einsatzkritische Kommunikation ist kein technisches Detail, sondern ein staatlicher Kernauftrag
24 01-02/26 www.net-im-web.de TK UND DATEN Lifecycle-Service für mobile Endgeräte Wie Unternehmen Kosten, Zeit und Nerven sparen Bernhard Reimann ist Chefredakteur der NET Bernhard Reimann Smartphones, Tablets und Zubehör sind Schlüssel zur digitalen Arbeitswelt. Umso erstaunlicher ist, wie viele Unternehmen deren Management sowohl im Hinblick auf den Umgang mit den Endgeräten als auch mit der Rechnungsbearbeitung noch immer dem Zufall überlassen. Vielen Organisationen fehlt ein durchdachtes Konzept über den gesamten Lebenszyklus des Mobilfunks hinweg. Die Konsequenz: überlastete IT-Abteilungen, Sicherheitslücken, ineffiziente Abläufe und häufig unterschätzte Kosten. Die esp group begegnet dieser Herausforderung mit einem ganzheitlichen Servicemodell, das Hardware nicht einfach verkauft, sondern von Anfang bis Ende betreut und aus dem Rechnungsprozess ein Steuerungsinstrument macht, das vorausschauendes Handeln ermöglicht. Unter dem Namen „liam – Lifecycle Asset Management“ bietet das Unternehmen einen Service, der die Grenzen zwischen Beschaffung, IT-Integration und Rücknahme aufhebt. Liam ist eine umfassende Dienstleistung, die Hardwareeinsatz neu denkt – als Prozess, nicht als Produkt. Was banal wirkt – ein Gerät wird beschafft und verteilt – erweist sich in der Praxis als komplexer Ablauf mit zahlreichen Schritten. Es beginnt bei der Auswahl geeigneter Modelle und geht weiter mit Konfiguration, Montage von Schutzhülle und Panzerglas, SIM-Karten-Einrichtung und Integration ins Mobile Device Management (MDM). Hinzu kommen Versand, Verwaltung, AppVerteilung und im Fall eines Defekts der Ersatz. Schließlich folgen Rücknahme, Datenlöschung und Wiedervermarktung oder Rückführung an den Leasingpartner. All das bindet Ressourcen – besonders in hybriden und dezentralen Strukturen. Strukturierter Service In diese Abläufe bringt liam Struktur. Der Service beginnt mit einer Bedarfsanalyse, in der auch Sonderwünsche wie spezielle Sichtschutzfolien oder bedruckte Hüllen berücksichtigt werden. Die esp group beschafft die digitale Ausstattung und das Zubehör unabhängig am Markt – flexibel und zu optimierten Konditionen. Nach Lieferung folgt die technische Vorbereitung, bei der Geräte individuell ausgestattet und vorkonfiguriert werden. Ergänzt wird das durch eine schriftliche Information als „Beipackzettel“, der Nutzern den Einstieg erleichtert. Der Versand erfolgt an Standorte oder direkt ins Homeoffice. Die Hardware ist sofort einsatzbereit. Ein zentraler Bestandteil ist die MDM-Integration. Die esp group übernimmt die Einbindung der Geräte in das Verwaltungssystem, sodass sie zentral gesteuert, gesperrt oder gelöscht werden können. Auch gezielte App-Verteilungen sind möglich – nach Standort, Abteilung oder Projekt. Diese zentrale Steuerung erhöht die Sicherheit und “liam” der esp group ist ein strukturierter Service, der die Grenzen zwischen Beschaffung, IT-Integration und Rücknahme aufhebt. Liam versteht den Hardwareeinsatz als Prozess, nicht als Produkt
25 Lifecycle-Service für mobile Endgeräte reduziert langfristig den Administrationsaufwand. Datenverluste durch Diebstahl oder unbeabsichtigtes Abhandenkommen werden ebenso vermieden wie Risiken durch unkontrollierte Anwendungen. Finanzierung mit Flexibilität Neben Logistik und Technik ist auch die Finanzierung flexibel gestaltbar. Kunden können mobile Endgeräte kaufen, leasen oder mieten. Die esp group arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen und bietet unterschiedliche Laufzeiten und Modelle. Besonders bei Leasing profitieren Unternehmen vom Rücknahme- und Austauschservice. Nach einer im Vorfeld festgelegten Laufzeit werden die Geräte ausgetauscht, aus dem MDM entfernt und sicher gelöscht – bevor sie an Leasingpartner zurückgehen oder weitervermarktet werden. Erlöse können auf Wunsch direkt in neue Rollouts einfließen. Relevant ist liam auch im Schadensfall. Der optionale Austauschservice stellt innerhalb von 24 bis 72 Stunden Ersatz bereit – aus geprüften Beständen oder, wenn nötig, als Neugerät. Rückläufer werden geprüft, repariert oder verwertet. Das spart Zeit, schont Ressourcen und entlastet die IT-Abteilung. Oft unterschätzt wird die Zeitersparnis. Aufgrund seiner Routine benötigt das Team der esp group sehr viel weniger Zeit für das Set-up eines Geräts – inklusive Konfiguration, Schutz und MDM-Einbindung – als interne IT-Kräfte. Das erleichtert Rollouts und reduziert dauerhaft internen Aufwand. Rechnungsanalyse Vertragsverwaltung, Tarifmonitoring und Rechnungskontrolle für dutzende oder sogar tausende Rufnummern verteilt auf mehrere Anbieter sind für viele Unternehmen im Alltag sehr komplex. Hier setzt die esp group mit birta an, einem speziell entwickelten Rechnungsanalysetool, das Klarheit und Steuerbarkeit in die Mobilfunklandschaft bringt. Das Tool aggregiert Vertrags- und Rechnungsdaten führender Mobilfunkanbieter und überführt sie in eine zentrale, intuitiv nutzbare Plattform. Nutzer sehen dort, welche Verträge aktiv sind, welche Kosten entstehen, wo Auffälligkeiten auftreten und welche Laufzeiten bevorstehen. Alle Daten lassen sich nach Kostenstellen, Mitarbeitern, Gesellschaften oder Standorten auswerten, filtern, sortieren und analysieren. Die Stärke von birta liegt in der Visualisierung und Datenverknüpfung: Einzelne Rufnummern erscheinen nicht als Zahlenreihe, sondern sind mit Ansprechpartnern, Hardware, Tarifen und Nutzungsprofilen verbunden. Kündigungsfristen, Vertragsstatus und Tarifoptionen werden klar gekennzeichnet. So lassen sich Entwicklungen nachvollziehen und steuern. Unternehmen erkennen auf einen Blick, welche Verträge verlängert werden sollten, wo es unnötige Kosten gibt oder welche Nutzer regelmäßig durch Datenupgrades oder Auslandstelefonie auffallen. Dabei ist das Tool kein Nischenprodukt für einzelne Abteilungen, sondern eine zentrale Plattform für alle, die mit Mobilfunkkosten arbeiten: vom Einkauf über die IT bis zur Buchhaltung. Zugriffsrechte lassen sich rollenbasiert steuern. Einzelverbindungsnachweise können datenschutzkonform und mit anonymisierten Zielrufnummern angezeigt werden. Ein besonderes Merkmal ist die Anbindung an MDM-Systeme wie Microsoft Intune oder VMware Workspace One. Diese Schnittstellen ermöglichen die automatische Pflege von Stammdaten, Gerätezuweisungen und Nutzerinformationen ganz ohne manuelle Eingriffe. Je besser das MDM gepflegt ist, desto aktueller und zuverlässiger arbeitet auch birta. Für Unternehmen bedeutet das weniger Aufwand, weniger Fehler und eine bessere Datenqualität. Für jede Unternehmensgröße Liam und birta sind modular aufgebaut. Die Pakete „Silber“, „Gold“ und „Platin“ decken unterschiedliche Servicetiefen ab – von Basisausstattung über MDM bis zum Premium-Austausch und von der eigenständigen Nutzung bis zu betreuten Modellen. Kleinere Unternehmen können ab einem Technikbestand von 20 Objekten einsteigen. Gleichzeitig ist das Modell auf Skalierung ausgelegt. Großkunden mit mehreren hundert oder tausend Geräten profitieren von zentralen Rollout-Logiken, flexibler Vertragsgestaltung und individuellen Preismodellen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Nachhaltigkeit. Defekte Hardware wird nicht automatisch ausgetauscht, sondern bevorzugt repariert und erneut eingesetzt. www.espgroup.de Mithilfe des speziell entwickelten Rechnungsanalysetools birta können alle Daten nach Kostenstellen, Mitarbeitern, Gesellschaften oder Standorten ausgewertet, gefiltert, sortiert und analysiert werden (Fotos: esp group)
www.net-im-web.de 33 01-02/26 NETZE Aufbau zukunftssicherer Glasfaser-Infrastrukturen Systemlösungen für alle Installationsbereiche Bernhard Reimann Digitus erweitert ihr Portfolio an Glasfaserlösungen und ermöglicht damit sowohl privaten Anwendern als auch professionellen Installateuren eine leistungsstarke und zukunftssichere Netzwerkinfrastruktur: Das Angebot umfasst hochwertige FTTH-, Data-Center- und Gebäudetechnik-Komponenten, die eine schnelle, zuverlässige und flexible Installation unterstützen. Bernhard Reimann ist Chefredakteur der NET Für den Glasfaseranschluss im privaten Wohnumfeld (Netzebene 5) steht ein abgestimmtes Portfolio zur Verfügung, das eine zuverlässige und einfach umzusetzende FTTH-Infrastruktur ermöglicht. Das einblasbare, vorkonfektionierte Dropkabel liefert die Grundlage für schnelle und stabile Verbindungen direkt bis in die Wohnung. Dank einzelner Singlemode-Fasern und werkseitig montierten LC/APC-Steckern entfällt der sonst übliche Spleißaufwand. Ergänzend dazu stehen die zwei FTTH-Anschlussgehäuse zur Verfügung, die jeweils mit zwei LC/APC DX-Kupplungen ausgestattet sind und unterschiedliche Anforderungen an Sicherheit und Komfort abdecken. Für eine präzise Weiterführung oder Verteilung der Glasfaser kommen die neuen, durchgefärbten LC/APC-Pigtails zum Einsatz. Sie ermöglichen übersichtliche Spleißarbeiten in FTTH-Dosen oder Verteilerpunkten. Infrastruktur für Netzebene 4 Das Sortiment an Glasfaser-Lösungen für professionelle Anwendungen in Gebäuden und Außenbereichen (Netzebene 4) umfasst universelle Innen-/Außenkabel in Singlemode (OS2) sowie Multimode-Varianten (OM3 und OM4) und deckt Faserzahlen von 4 bis 48 Fasern ab. Robuste Kabelaufbauten nach A/I-DQ(ZN)BH-Standard, halogenfreie LSZH-Mantelmaterialien sowie BauPVO-klassifizierte Ausführungen sorgen für hohe mechanische Belastbarkeit, Brandschutzkonformität und langfristige Betriebssicherheit. Für die Weiterführung oder Aufteilung von Fasern innerhalb von Gebäuden oder im Außenbereich dient das vorkonfektionierte FTTx-Installationskit, das mit vier LC/APC-Steckern und einer Länge von 50 Metern eine saubere Lösung für Installateure bereitstellt. Soll Glasfaser im Außenbereich verteilt oder geschützt werden, kommt die wetterfeste FTTH-Distributionsbox zum Einsatz. Ausgestattet mit sechs SC-DX-Ports, bietet sie ausreichend Platz für Verbindungen und dient als geschützte Schnittstelle zwischen Zuleitung und Endpunkten. Mit acht Fasern und LC/ UPC-Steckern auf beiden Seiten eignet sich das vorkonfektionierte OM4-BreakoutKabel für strukturierte Verkabelungswege in gewerblichen Gebäuden oder Technikbereichen, in denen hohe Übertragungskapazitäten gefordert sind. High-Density-Verkabelung Für anspruchsvolle Rechenzentrumsumgebungen (Netzebene 3), in denen hohe Packungsdichte, kurze Installationszeiten und maximale Performance gefragt sind, stehen mit der LWL-Spleißbox und der MPO-Kassette neue Komponenten bereit: Die 1-HE-Spleißbox ist werkseitig mit sechs LC-DX-Kupplungen bestückt und bietet eine robuste Basis für LWL-Verkabelungen im Rack. Besonders im Kontext wachsender Bandbreitenanforderungen und intensiver Migrationen innerhalb des Rechenzentrums ist eine solche stabile Infrastruktur unverzichtbar. Ergänzend dazu unterstützt die MPO-Kassette moderne High-DensityKonzepte. Als Multimode-OM4-Modul ermöglicht sie die effiziente Umsetzung von Backbone- oder Switch-to-Switch-Verbindungen in großer Dichte. www.assmann.com
48 www.net-im-web.de PRODUKTE Hochleistungsrechner GT-92GC von Acceed Der neue GT-92GC von Acceed ist ein 19-Zoll-Rack-System, das GPU-Beschleunigung, Multikamera-Anbindung und lüfterloses Chassis-Design kombiniert. Im Kern basiert der lüfterlose Hochleistungsrechner GT-92GC auf Intels Plattform der 12. bis 14. Generation (LGA1700-Sockel) und unterstützt CPUs mit 35 W oder 65 W TDP. Für GPU-Aufgaben ist eine NVIDIA RTX 2000 ADA an Bord, die 70 W Leistung ohne aktive Kühlung bietet. Der Rechner verzichtet vollständig auf Lüfter und nutzt stattdessen ein ausgefeiltes Heatpipe- und Kühlrippen-Design. Damit arbeitet das System zuverlässig zwischen -25 und +55 °C (bei Konfiguration mit 35 W CPU). Acht Gigabit-Ethernet-Ports mit PoE+ (IEEE 802.3at) versorgen Kameras direkt mit Strom, insgesamt bis zu 100 W bei 24 V Eingangsspannung. Zusätzlich gibt es einen weiteren GbE-Port, vier USB 3.2 Gen2-Ports (10 Gbps) sowie optionale serielle, CAN-Bus- und Digital-I/O-Schnittstellen. Damit lassen sich bis zu zwölf Kameras gleichzeitig anbinden, acht über Ethernet, vier über USB. www.acceed.com Flir liefert KI-gestützte Infrarot-Analysekamera Flir hat eine neue Wärmebildkamera für die Perimeterbeobachtung entwickelt, die das Kamera-Programm in der mittleren Preisklasse der Infrarot-Sicherheitsprodukte erweitert. Mit einer thermischen Empfindlichkeit von <20 mK ermöglicht die FCB-Baureihe eine wetter- und beleuchtungsunabhängige Umfelderkennung. Die Analyse der Kamerabilder erfolgt mit Deep-Learning-Technologie. Damit wird eine zuverlässige Erkennung von Personen und Fahrzeugen gewährleistet – in Innen- und Außenbereichen und bei ganz unterschiedlichen Umgebungsbedingungen. Die neue KI-gestützte Wärmebildkamera liefert auch unter widrigen Bedingungen klare Bilder, die eine zuverlässige Einschätzung der Lage erlauben. So können Sicherheitsteams immer angemessen reagieren. Mit diversen Objektivoptionen, einer Nexus-fähiger Geolokalisierung und der Schutzart IP67 bietet die Kamera beste Voraussetzungen für die Installation an ganz unterschiedlichen Standorten. Dank der KI-Funktionen wird das Umfeld schnell analysiert. www.flir.com/products/FCB-Series-AI (Foto: Acceed) FRITZ!Box 4630 jetzt mit Wi-Fi 7 Die neue FRITZ!Box 4630 sorgt dank Wi-Fi 7 für schnelles und stabiles WLAN. Das neue Einstiegsmodell ermöglicht Besitzern eines Glasfasermodems performante Internetgeschwindigkeiten von bis zu 2,5 GBit/s über den WAN-Port. Dank der 2x2-Antennenausstattung bei 5 GHz und 2,4 GHz sind im WLAN Bandbreiten von bis zu 3,5 GBit/s möglich. Auch die Performance für Streaming und Online Gaming steigt mit der neuen FRITZ!Box, da die Wi-Fi-7-Technologie Multi Link Operation (MLO) gleichzeitige WLAN-Verbindungen der Frequenzen ermöglicht. Ein weiterer 2,5-Gigabit-LAN-Port, zwei Gigabit-LAN-Ports, USB 3.0 sowie eine VoIP-Telefonanlage und eine DECT-Basisstation für die Smart-Home-Integration runden das vielseitige Komfortpaket ab. Mit der MyFRITZ!App ist die 4630 nicht nur blitzschnell an jedem Router oder Modem eingerichtet. Als WLAN-Mesh-Zentrale integriert sie auch FRITZ!Repeater und andere Access Points in ein intelligentes WLAN Mesh, das eine optimale Verbindung für alle Geräte bietet. Über die Box lassen sich sowohl Festnetztelefone als auch Smartphones nutzen. www.fritz.com (Foto: FRITZ!) (Foto: Flir) Keysight zeigt Wireless Coexistence Test Solution Keysight Technologies hat seine neue Wireless Coexistence Test Solution vorgestellt, eine automatisierte und standardkonforme Plattform, mit der Entwickler die Leistung von Wireless-Geräten in zunehmend überfüllten HF-Umgebungen schnell und reprodu- zierbar validieren können. Die Wireless Coexistence Test Solution umfasst eine integrierte Bibliothek mit fast hundert vordefinierten Testszenarien gemäß ANSI C63.27, mit denen Entwickler alle drei Stufen – von Basisinterferenzen bis zu komplexen Mehrsignalumgebungen – effizient ausführen können, ohne benutzerdefinierte Testaufbauten von Grund auf neu erstellen zu müssen. Um reale HF-Bedingungen nachzubilden, integriert die Lösung einen Breitband-Vektor-Signalgenerator, der einen Bereich von 9 kHz bis 8,5 GHz abdeckt, auf 110 GHz skalierbar ist, Modulationsbandbreiten von bis zu 250 MHz (erweiterbar auf 2,5 GHz) bietet und über einen HF-Anschluss verfügt, der bis zu acht virtuelle Signale unterstützt. www.keysight.com (Foto: Keysight) 01-02/26
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