Neue Mitglieder in der Netzkontor Gruppe GmbH

Netzkontor Gruppe GmbH (NKG) wächst weiter: Neue Mitglieder der Unternehmensgruppe sind die Kadu Kai Dunkel Fernmeldemontagen GmbH in Berlin (Kadu) und die KLU Kabel- Leitungs- und Umweltprojektbau GmbH (Schöneck/Vogtland in Sachsen).

Die Kadu ist ein kundenorientierter Servicedienstleister mit ca. 30 Mitarbeitern und in der Region Berlin und Brandenburg als leistungsstarker kompetenter Partner insbesondere für Vodafone und Wohnungsbaugesellschaften tätig. „Die Kadu ist für uns die ideale Ergänzung, das Wachstumspotenzial in der Region Berlin/Brandenburg gemeinsam mit unseren lokalen Beteiligungen zu adressieren“, sagt Dr. Jürgen Raith, Geschäftsführer der Netzkontor Gruppe. Der bisherige Geschäftsführer Klaus Dunkel wird weiter für die Kadu tätig sein.

Die KLU ist ein erfahrener Servicedienstleister mit ca. 50 Mitarbeitern, der seinen Fokus auf die Überwachung, Wartung und Instandsetzung oberirdischer Leitungen legt. Als leistungsstarker kompetenter Partner arbeitet die KLU seit Jahren im Wesentlichen für die Deutsche Telekom. Durch die Akquisition der KLU und deren Expertise im Bereich oberirdischer Leitungsbau ist die NKG einen wichtigen Schritt weiter bei der Positionierung als der universellste Dienstleister im Bereich digitaler Infrastrukturen. „Wir sehen, dass der Bereich oberirdische Leitungsbau weiterhin eine tragende Rolle beim Ausbau digitaler Infrastrukturen haben wird und sehen in KLU eine sehr passende Ergänzung zu unserem bestehenden Portfolio“, betont Dr. Jürgen Raith. Der bisherige Geschäftsführer Frank Seifert wird weiter für die KLU tätig sein.

Zur Netzkontor Gruppe, mit knapp tausend Experten gehören jetzt die BFE Nachrichtentechnik GmbH, BIB Tech GmbH, Elektronik Hammer GmbH, FKT-Berlin GmbH, Kadu Kai Dunkel Fernmeldemontagen GmbH, KLU Kabel-Leitungs- und Umweltprojektbau GmbH, MFB-COM GmbH, MMD Multimedia Dienstleister GmbH, Netzkontor Nord GmbH, OpenXS GmbH, SSF Telekommunikationsmanagement GmbH und die Voss Telecom Services GmbH.

www.kadu.de

https://klu-schoeneck.de/

 

GPON- und XGS-PON-Messtechnik von Intec

intec ist in diesem Jahr wieder auf den Fiberdays in Wiesbaden vertreten, Deutschlands führender Messe rund um die zukunftssichere Glasfaser. Auf dem Event wird neben den Multifunktionstestern der Marke ARGUS optimal auf die Serviceprovider zugeschnittene Fibermesstechnik präsentiert.

So ist das neue selektive 3-fach-OPM speziell dafür geeignet, gleichzeitig die Pegel von GPON und XGS-PON zu messen, die PON-ID auszulesen und eine vollständige ONT-Simulation mit IP- und Performancetests durchzuführen.

Messgeräte wie ARGUS 300, ARGUS 260, ARGUS 166 und ARGUS 163 lassen sich dank ihres SFP-Slots schnell und einfach mit vielen zusätzlichen Fibertestlösungen erweitern: Dazu gehören unter anderem glasfaserbasiertes Ethernet (PtP), PON-FMT und der GPON-Endgeräte-Mode (ONT), das hochpräzise ARGUS Optical Power Meter und der Optical Fault Finder. Für ARGUS 300 und ARGUS 260 ist außerdem ein Fiber Inspection Tool verfügbar, das Kratzer und Defekte an Glasfasern aufspürt und diese als Videobild sowie tabellarisch darstellt.

intec argus300 xgspon

„Mit diesen vielfältigen und leicht nachrüstbaren Fibertestlösungen sind unsere Kunden für zukünftige Anforderungen auch in Glasfasernetzwerken bestens gerüstet“, sagt Dennis Zoppke, Produktmanager bei intec. „Mit regelmäßigen Upgrades und Erweiterungen unserer Produktpalette orientieren wir uns an den rasanten Änderungen am Markt und bieten stets flexible und zukunftssichere Messtechnik.“

Vorgestellt werden auch die beiden neuen Fiber-Multifunktionstester ARGUS 300 und ARGUS 260, die über ein Touchdisplay verfügen, das intuitive Bedienung mit gewohnter ARGUS-Menüführung verbindet. Zudem unterstützt eine innovative interne Hilfefunktion bei der Interpretation der Testergebnisse.

Der ARGUS 300, der bei der Wahl zum ITK-Produkt des Jahres 2021 in der Kategorie Messtechnik den 1. Platz belegte, verfügt auf Wunsch über viele weitere Schnittstellen und Testfunktionen, wie ADSL, VDSL, SHDSL, Super Vectoring, Bonding, G.fast (106 + 212 MHz), 2,5 Gigabit-Ethernet, OTDR, WLAN, Kupfer, TDR und RFL. Auch Triple-Play-Tests wie VoIP, IPTV und Datentests in Form von Up-/Downloads, iperf oder Ookla-Speedtests sind über die Schnittstellen möglich.

Dank einer äußerst leistungsfähigen Hardware können im Gigabit-Ethernet-Bereich Tests bis zu 10 Gigabit/s durchgeführt werden. Der ARGUS 300 generiert und loopt dabei Traffic für Tests und Auswertungen nach RFC 2544 oder Y.1564.

www.argus.info

Glasfaser und 5G wachsen mit Rekordtempo

Die Bilanz für den Netzausbau 2021 steht voll im Zeichen von 5G und Glasfaser. Die Telekom hat in den vergangenen zwölf Monaten 1,2 Millionen neue FTTH-Anschlüsse (Fiber to the home) ermöglicht.

Das sind doppelt so viele Haushalte wie im vergangenen Jahr. 2022 will das Unternehmen die Schlagzahl weiter erhöhen und plant mit zwei Millionen neuen FTTH-Anschlüssen. Das Rekordtempo beim Ausbau zeigt sich auch im Mobilfunk: Mit 5G funken mittlerweile über 63.000 Antennen. 90 Prozent der Menschen in Deutschland können die neueste Mobilfunk-Generation jetzt nutzen.

Das verbrauchte Datenvolumen ist auch 2021 deutlich angestiegen. Die Telekom arbeitet deshalb rund um die Uhr an der Weiterentwicklung ihrer Netze. Im Festnetz lag das Volumen in diesem Jahr etwa 15 Prozent über 2020. Ähnliche Steigerungen gab es im Mobilfunk: Hier gingen im abgelaufenen Jahr 1,83 Milliarden Gigabyte durchs Netz. 2020 waren es noch 1,625 Milliarden Gigabyte. Die Top 3 beim Datenverbrauch im Mobilfunknetz der Telekom waren YouTube, Instagram und Facebook.

Ausbau im Festnetz

Allein in diesem Jahr verlegte die Telekom bundesweit mehr als 70.000 Kilometer Glasfaser. Insgesamt umfasst das Glasfaser-Netz der Telekom damit mehr als 650.000 Kilometer. Mit dem Ausbau in 2021 können nun insgesamt mehr als drei Millionen Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen. Bis 2024 will die Telekom insgesamt zehn Millionen Haushalte mit Glasfaser anbinden. Ein Anschluss mit bis zu 100 MBit/s ist aktuell für 34,4 Millionen Haushalte verfügbar.

Ein Schwerpunkt beim Ausbau liegt auf den ländlichen Raum. Ziel der Telekom ist es, bis 2030 in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse zu bauen. Um den Ausbau auf dem Land noch stärker zu pushen, hat die Telekom das Joint Venture GlasfaserPlus mit dem australischen Investor IFM gegründet. Damit soll weiteren vier Millionen Haushalten auf dem Land ein Glasfaser-Anschluss ermöglicht werden.

Der Eigenausbau steht nach wie vor im Fokus des Glasfaser-Ausbaus. Bis 2030 will die Telekom mehr als 30 Milliarden Euro allein für den Glasfaserausbau in Deutschland investieren. Wo immer es sinnvoll und nachhaltig ist, setzt das Unternehmen auch auf Kooperationen. Dabei bietet es zum einen Partnern ihr Breitbandnetz zur Nutzung an (Wholesale). Auf der anderen Seite kooperiert die Telekom auch mit anderen Anbietern, um ihre Produkte auf Netzen anderer Unternehmen anzubieten (Wholebuy). 

Ausbau im Mobilfunk

5G ist im Netz der Telekom quasi Normalität. 74 Millionen Menschen in Deutschland können es nutzen. Auf dem ultraschnellen 3,6 Gigahertz-Band ist 5G jetzt in mehr als 140 Städten verfügbar. Über 3.500 Antennen an fast 1.200 Standorten bringen Highspeed-5G zu immer mehr Menschen. Die Telekom hat außerdem alle Antennen im 3,6 Gigahertz-Band technisch für 5G Standalone aufgerüstet. Sie sind parallel sowohl an das bereits bestehende Kernnetz, sowie an das neue 5G Standalone Kernnetz angebunden. Diese Technologie bildet die nächste Stufe von 5G. Sie ermöglicht eine minimale Reaktionszeit von unter 10 Millisekunden und Innovationen wie Network Slicing.

Auch LTE wird weiter ausgebaut. So deckt die 4G jetzt 99% aller Haushalte ab. Mit 3G ist Ende Juni 2021 eine alte Technologie in den Ruhestand gegangen. Die frei gewordenen Frequenzen setzt die Telekom nun für die wesentlich leistungsfähigeren Technologien 4G und 5G ein. So haben Nutzer*innen mehr Kapazität und mehr Geschwindigkeit beim mobilen Surfen. Die eigentliche 3G-Abschaltung von 22.000 Antennen hat gerade einmal 29 Minuten gedauert und verlief dank der guten Vorbereitungen für die Kund*innen völlig geräuschlos.

Entlang der Bahnstrecken sollen die Qualität und die Leistungsfähigkeit des Mobilfunks weiter steigen. Alle zweieinhalb Tage hat die Telekom in 2021 an der Schiene einen neuen Mobilfunkstandort gebaut. Ziel ist es, dass Fahrgäste bis 2026 auf allen Strecken ohne Unterbrechung im Netz der Telekom telefonieren und surfen können.

Glasfaser für Hochwassergebiete

Eine besondere Herausforderung in 2021 waren die Schäden an der Infrastruktur in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Das Festnetz wurde häufig so schwer zerstört, dass ein Neuausbau notwendig ist. In stark betroffenen Ortsteilen setzt die Telekom dabei direkt auf FTTH. Erste Kund*innen in Schleiden in der Eifel erhielten ihren Glasfaseranschluss bereits in diesem Jahr. Auch in anderen Kommunen ist der Spatenstich erfolgt. 2022 wird die Telekom in den Hochwassergebieten insgesamt rund 40.000 Haushalte und Unternehmen direkt mit Glasfaser anschließen. Im Jahr darauf sollen allein in den betroffenen NRW-Kommunen weitere 25.000 FTTH-Anschlüsse hinzukommen.

www.telekom.de

10-Punkte-Plan für OT-Sicherheit in 2022

Die Zahl der Cyberattacken ist in 2021 rasant gestiegen. Mit der wachsenden Vernetzung sowie der Integration von Software rückt auch die Operational Technologie (OT) zunehmend in den Fokus der Angreifer.

Endian, ein führender Security-Hersteller auf dem Gebiet der Industrie 4.0, empfiehlt zehn Schutzmaßnahmen für die OT in 2022.

„Die Sicherheit in der OT kennt ganz andere Herausforderungen als die in einer klassischen IT-Umgebung", sagt Endian CEO Raphael Vallazza. „Besonders die Laufzeiten von industriellen Anlagen unterscheiden sich stark von denen der IT-Ausstattung. In der IT gilt jedes System nach längstens fünf Jahren als überholt und wird ausgetauscht. In der Industrie sind Maschinen und Anlagen deutlich länger in Betrieb, was zu sehr heterogenen Umgebungen führt. Einheitliche Updates für Betriebssystem, Firmware und die so stark von Aktualität abhängige Anti-Virensoftware werden dadurch deutlich erschwert."

Auch die über Jahre gewachsenen Netzwerke in Industrieunternehmen stellen ein Sicherheitsrisiko dar: Schadsoftware kann sich über die zahlreichen Vernetzungspunkte schnell über ganze Produktionsanlagen verbreiten. Die Corona-Pandemie hat die Situation weiter verschärft. „Mit der Pandemie hat sich die eindeutige Abgrenzung zwischen internen und externen Zugriffen weiter aufgelöst“, erklärt Vallazza. „Externes Wartungspersonal brauchte einen stabilen Fernzugriff, ebenso wie die Mitarbeiter, die ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen mussten.“

Endian empfiehlt Unternehmen für die Sicherheit ihrer OT-Umgebungen folgende Maßnahmen umzusetzen:

1. Netzwerke visualisieren

Die graphische Darstellung von Netzwerken hilft, ihre zunehmende Komplexität beherrschbar zu machen. Wer die verschiedenen Komponenten, Sensoren und Verbindungen vor sich sieht, kann die Kommunikation im Unternehmen und über seine Grenzen hinaus leichter nachvollziehen. Unregelmäßigkeiten in den Abläufen lassen sich damit schneller erkennen. Gleichzeitig bildet die Visualisierung die Grundlage für die Netzwerksegmentierung.

2. Netzwerke segmentieren

Ransomware ist nach wie vor die größte Bedrohung für Unternehmen in Deutschland. Dabei verschlüsseln die Angreifer Unternehmensdaten über einen Schadcode, um anschließend Lösegeld zu erpressen. Oft zielt der Schadcode darauf ab, sich möglichst unauffällig in den Netzwerken zu verbreiten, um einen maximalen Effekt zu erzielen. Die Unterteilung des Betriebsnetzes in einzelne voneinander getrennte Segmente ist deshalb ein grundlegender Schritt zur Gewährleistung der Security im OT-Bereich. Über IoT-Security Gateways, die vor die einzelnen Segmente geschaltet werden, lassen sich Netzwerke unterteilen, ohne dass Änderungen an der Netzwerkstruktur erforderlich sind.

3. Zero-Trust-Konzept einführen

Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto weniger haben Unternehmensnetzwerke klare Grenzen: Für optimale Planung brauchen Lieferanten und Geschäftspartner Zugriff auf bestimmte Unternehmensressourcen und die Pandemie hat viele Mitarbeiter ins Homeoffice gebracht. Das Zero-Trust-Konzept basiert auf der Annahme, dass kein Zugriff – egal ob intern oder extern- vertrauenswürdig ist. Es setzt nicht mehr auf Standorte, sondern auf Identitäten, Autorisierung und eine sichere Authentifizierung von Nutzern und Maschinen bei jedem Zugriff.

4. Autorisierung und Authentifizierung zentral verwalten

Über die Einrichtung von Benutzerkonten und Credentials lässt sich sicherstellen, dass nur berechtigte Mitarbeiter auf Maschinen und Anlagen zugreifen. Für die Verwaltung brauchen Administratoren ein zentrales Tool, über das sie Rollen und Berechtigungen in Echtzeit eirichten, ändern oder löschen können. Die Einführung von Zugriffsregeln kann die Sicherheit weiter erhöhen. Darüber lässt sich beispielsweise festlegen, dass Mitarbeiter nur von bestimmten Ländern aus Zugriff auf die Netzwerke haben. Regionen, in denen das Unternehmen weder Niederlassungen noch Kunden hat, können ausgeschlossen werden.

5. Zwei-Faktor-Authentifizierung

Unsichere Passwörter sind auch im OT-Umfeld ein hohes Sicherheitsrisiko. Gerade vor dem anhaltenden Homeoffice-Trend sollten Unternehmen auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung setzen. Neben einem Passwort brauchen die Anwender einen weiteren Faktor, um sich auf einer Maschine oder in einem Netzwerk anzumelden. Häufig zum Einsatz kommt beispielsweise der sogenannte „Besitz-Faktor“ bei dem den Anwendern ein einmaliges Passwort auf das Smartphone geschickt wird.

6. M2M-Kommunikation mit Zertifikaten

Auch Maschinen kommunizieren zunehmend untereinander. Hier gilt das gleiche Prinzip wie bei der Mensch-Maschine-Kommunikation zu beachten: Für einen Zugriff ist eine entsprechende Berechtigung erforderlich. Zertifikate verleihen jedem Gerät eine eindeutige Identität, um sich gegenüber Maschinen, Systemen und Personen ausweisen zu können.

7. Fokus auf Edge Computing

Bevor Daten an eine zentrale Cloud gesendet werden, müssen sie eine Vorabauswertung dort durchlaufen, wo sie erhoben werden, also in der jeweiligen Maschine oder Anlage. Die Vorgehensweise spart Bandbreite und stellt sicher, dass weniger Daten dem Risiko von Diebstahl oder Manipulation während der Übertragung ausgesetzt sind.

8. Kommunikation verschlüsseln

Sobald Daten zwischen Edge und Cloud ausgetauscht werden, sind sie besonderen Risiken ausgesetzt. Ein VPN baut für jede Übertragung einen Verschlüsselungstunnel auf und sorgt so dafür, dass die Daten für all jene unbrauchbar sind, die versuchen, die Kommunikation abzufangen oder mitzuschneiden.

9. On Premises-Lösung

Unternehmen sollten jederzeit ihre Unabhängigkeit bewahren und selbst entscheiden können, wo ihre sensiblen Daten verwaltet werden. On Premises-Lösungen bieten die maximale Flexibilität, da sie in der Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder beim Systemhauspartner einsetzbar sind.

10. Sensibilisierung der Mitarbeiter

Die meisten Schadcodes gelangen über Phishing-Mails ins Unternehmen. Indem die Angreifer falsche Tatsachen oder eine falsche Identität vortäuschen versuchen sie, einen Mitarbeiter zum Öffnen eines infizierten Anhangs oder Links zu bewegen. Regelmäßige Schulungen und Tests können dabei helfen, die Mitarbeiter aktiv in die Cyberabwehr mit einzubeziehen.

www.endian.com/de/

Deutsche Glasfaser sichert sich Glasfaserfinanzierung

Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser hat sich mit einem Kreditoren-Konsortium auf eine Finanzierung in Höhe von 5,75 Milliarden Euro geeinigt.

Das frische Kapital wird maßgeblich zum Ausbau von 4 Millionen Haushalten in Deutschland bis Ende 2025 beitragen. Die Transaktion stellt die mit Abstand größte Glasfaserfinanzierung in Deutschland dar.

Die Hauptkomponente der Finanzierung ist ein Darlehen in Höhe von 3 Milliarden Euro. Zudem beinhaltet die Transaktion eine Investitionsfazilität (Capex Facility) über 2,5 Milliarden Euro sowie eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 250 Millionen Euro. Außerdem stellen die Darlehensgeber Deutsche Glasfaser eine zusätzliche Kreditlinie (Accordion Facility) in Höhe von 1,5 Milliarden Euro in Aussicht. Alle diese Kredite haben eine Verzinsung, die auch an ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien (ESG) gebunden ist.

Die Finanzierung, die von den Banken ING und Crédit Agricole CIB koordiniert wurde, löst bestehende Darlehen ab und bringt zusätzliches Kapital ins Unternehmen. Sie war auf Grund der hohen Nachfrage im Markt deutlich überzeichnet.

„Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir unseren ambitionierten Plan für flächendeckende Glasfaser auf dem Land umsetzen können,“ sagte Jens Müller, CFO von Deutsche Glasfaser. „Der Kapitalmarkt honoriert das nun. Diese Finanzierung stellt bereits heute sicher, dass wir diesen Plan auch in den kommenden Jahren weiterverfolgen können und erlaubt uns, unser Ausbautempo zu erhöhen. Gleichzeitig verbessern wir mit der Transaktion unsere finanzielle Flexibilität.”

Deutsche Glasfaser schafft als Digitalversorger der Regionen die Voraussetzung dafür, dass ländliche und suburbane Kommunen in Deutschland die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Langfristig will das Unternehmen 6 Millionen Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus (FTTH) versorgen, 4 Millionen davon in den kommenden vier Jahren. Letzteres entspricht etwa 10 Prozent aller Haushalte in Deutschland. Ihr stetig wachsendes Netz bietet Deutsche Glasfaser auch anderen interessierten Anbietern auf Basis von Wholesale-Abkommen an.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich Deutsche Glasfaser vom Glasfaserpionier zum klaren FTTH-Marktführer in ländlichen Gebieten Deutschlands mit heute 1,2 Millionen angeschlossenen Haushalten entwickelt. Das Unternehmen plant, sein jährliches Ausbautempo von heute 400.000 Haushalten auf rund 800.000 im Jahr 2025 zu verdoppeln. Dabei setzt Deutsche Glasfaser primär auf den privatwirtschaftlichen Ausbau, der eine schnelle und effiziente Glasfaserversorgung ohne Einsatz von Steuergeldern ermöglicht.

Die tatsächliche Verzinsung des befristeten Darlehens bemisst sich unter anderem daran, wie erfolgreich Deutsche Glasfaser es schafft, seinen CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren und weitere Ziele im Sinne des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Außerdem fließt ein, wie schnell das Unternehmen unterversorgte Regionen in Deutschland an sein Glasfasernetz anschließt. Der dritte und letzte Faktor ist das Abschneiden des Unternehmens in jährlichen Mitarbeiterbefragungen, die messen, wie sozial verantwortungsvoll Deutsche Glasfaser handelt und wie attraktiv das Unternehmen als Arbeitgeber ist.

www.deutsche-glasfaser.de