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NET Dezember 2025

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Netceed richtet sich auf industrielle Dauerprozesse und eine effiziente Materiallogistik aus und treibt die industrielle Aktivierung der Netzebene 4 voran.

Das Unternehmen reagiert damit auf aktuelle Entwicklungen am Markt: Während der Glasfaserausbau in Deutschland jahrelang als politisches Zielbild diskutiert wurde, hat er im Jahr 2026 eine neue Phase erreicht: Er entwickelt sich weg vom punktuellen Bauprojekt hin zu einer seriellen Infrastrukturfertigung, geprägt durch parallele Vorhaben und steigende Aktivierungsanforderungen. Die Branche steht vor der Herausforderung, die Lücke zwischen technisch erschlossenen Haushalten („Homes Passed“) und tatsächlich genutzten Anschlüssen zu schließen. Operative Exzellenz wird so zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Im Jahr 2026 ist der deutsche Glasfasermarkt durch Zweigleisigkeit geprägt. Während der flächendeckende Ausbau politisch gesetzt bleibt, verschiebt sich der zentrale Engpass von der reinen Bauleistung hin zur tatsächlichen Nutzung bestehender Netze. Da die Zahl aktiv genutzter Anschlüsse deutlich hinter den technisch erschlossenen Einheiten zurückbleibt, entwickelt sich diese Aktivierungslücke zum wirtschaftlichen Brennpunkt. „Netze müssen heute nicht nur gebaut, sondern verkauft, im Gebäude fertiggestellt und sauber aktiviert werden. Der Ausbau wird dadurch weniger linear – heute Tiefbau in Kommune X, morgen Aktivierungswelle in Kommune Y“, erläutert Ingo Marten, Managing Director Central & Eastern Europe bei Netceed. Durch regionale Lagerstrukturen, projektbezogene Kits, Drop-Shipments direkt zur Baukolonne sowie Reverse-Logistik für wiederverwendbare Komponenten sorgt das Unternehmen für die operative Absicherung der Ausbaugeschwindigkeit.

Systemlösungen statt Einzelkomponenten

Die aktuelle Entwicklung erfordert eine grundlegende Veränderung der Prozesse für Netzbetreiber, Bauunternehmer und Systemlieferanten. Die Materialversorgung erfolgt zunehmend bedarfsgesteuert statt rein projektbezogen, um kurzfristige Aktivierungen und Inhouse-Installationen zu unterstützen. Der Markt bewegt sich weg von Einzelkomponenten hin zu normgerechten Systemlösungen, bei denen alle Bestandteile von der Gebäude-Mauerdurchführung bis zur Teilnehmeranschlussdose optimal aufeinander abgestimmt sind. Vorkonfektionierte Lösungen reduzieren den Installationsaufwand, minimieren Fehlerquellen und erhöhen die Ausführungssicherheit auf der Baustelle.

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Technologisch treiben Mega-Trends wie grabenarme Verfahren und Mikrorohrsysteme die Industrialisierung voran, während vorkonfektionierte Hausanschlusslösungen die Aktivierung der „letzten Meter“ beschleunigen. Mit der Etablierung von XGS-PON rücken zudem 25G-PON-Architekturen näher, was die Anforderungen an die optische Qualität erhöht. Parallel dazu sorgt die Digitalisierung der Baustelle durch GIS-gestützte Planung und Echtzeit-Tracking von Materialströmen für Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Zukunftsfähige Konzepte für Zugang und Schulung

Trotz dieser Fortschritte bleibt die Umsetzung komplex. Ineffizienter Doppelausbau bindet Ressourcen, während regional unterschiedliche Genehmigungsprozesse und der Fachkräftemangel die Wirtschaftlichkeit gefährden. Besonders in der Inhouse-Verkabelung von Mehrfamilienhäusern sind die Anforderungen hoch, da Installationsfehler im laufenden Betrieb nur unter erheblichem Aufwand korrigiert werden können. Hier sind standardisierte Zugangsmodelle und fundierte Schulungskonzepte entscheidend.

Aufgrund seiner Marktgröße fungiert Deutschland beim Glasfaserausbau gleichzeitig als Aufholer wie auch als Taktgeber für Europa. „Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, brauchen wir digitale Genehmigungsprozesse, eine bessere Ausbaukoordination und die Stimulierung der Nachfrage. 2026 entscheidet sich, ob Deutschland aus dem Zustand ‚Wir bauen viel, aber nutzen wenig‘ herauskommt. Tempo braucht Takt. Und Takt braucht Material, das da ist, bevor jemand danach fragen muss“, so das Fazit von Ingo Marten.

www.netceed.com

(Fotos: Netceed)